Zum Inhalt springen

tagblick

Sonntag, 16. August 2026

Suche

Panorama

Athen: Ankara muss Genozid an Pontos-Griechen anerkennen

Bei Feiern zu Mariä Himmelfahrt forderte Griechenlands Präsident Tasoulas von der Türkei, den Genozid an den Pontos-Griechen anzuerkennen.

Athen: Ankara muss Genozid an Pontos-Griechen anerkennen
Bild: Berthold Werner · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Griechenlands Präsident Konstantinos Tasoulas hat am Samstag während der Feierlichkeiten zu Mariä Himmelfahrt in Panagia Soumela, einem griechisch-orthodoxen Wallfahrtsort am Berg Vermio, eine klare Botschaft an die Türkei gesendet. Er forderte die offizielle Anerkennung des Genozids an den griechisch-orthodoxen Pontos-Griechen, der zwischen 1914 und 1923 im Osmanischen Reich stattfand.

Tasoulas betonte, dass die Verfolgung, Vertreibung und Ermordung großer Teile der griechisch-orthodoxen Bevölkerung der Region Pontos unverzüglich von Ankara als Genozid anerkannt werden müsse. Diese Thematik sorgt seit Langem für Spannungen zwischen Athen und Ankara und wurde durch die aktuellen Feiertagsfeiern weiter verschärft.

Die Diskussion um die Anerkennung des Genozids hat historische und politische Dimensionen, die seit Jahren Bestand haben. Experten und Historiker argumentieren weiterhin über die Umstände und die Bedeutung dieser Ereignisse, während die politischen Spannungen zwischen den beiden Ländern anhalten. Das Thema bleibt ein strittiger Punkt in den bilateralen Beziehungen.